Fahrt nach Böhmen mit Besuch des Schlosses Zbiroh

Akademie besichtigte Drei-Kaiser-Schloss Zbiroh in Tschechien

 

Das prachtvolle, in wunderschöner Landschaft liegende Drei-Kaiser-Schloss Zbiroh mit dem tiefsten Brunnen Europas (163 m) war das Ziel einer Exkursion der

Akademie Ostbayern-Böhmen am Samstag, den 2. Juni 2018. 

Das Schloss, ein vielfältiges Architekturensemble, dessen älteste Bauteile auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückgehen, gilt als die älteste Adelsresidenz in Tschechien – und ist in Deutschland kaum bekannt.

Vornehmlich die Monarchen aus dem Geschlecht der Luxemburger residierten hier, zum Beispiel der römisch-deutsche Kaiser und böhmische König Karl IV. sowie sein Sohn Sigismund, aber auch der Habsburger Kaiser Rudolf II., der ebenfalls die böhmische Königswürde innehatte, weilte auf Schloss Zbiroh.

 

Nach wechselnden Besitzverhältnissen verfiel das Schloss im

17. Jahrhundert. Ab 1868 baute der preußische Industrielle Bethel Strousberg das Schloss aus. Nach dem schnellen Misserfolg seiner Unternehmungen wurde das Schloss 1879 von Mitgliedern des Adelsgeschlechts Colloredo erworben, die dort bis zur Beschlagnahmung durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg wohnten.

 

Nach dem Krieg wurde das Schloss verstaatlicht und ist seit 2004 Teil der Privatgesellschaft Chateau Zbiroh. Teile des Schlosses sind heute ein Museum mit kleiner archäologischer Sammlung, Präsentationen zum

Templerorden und den Freimaurern sowie rekonstruierten Jugendstilmalereien Alfons Muchas, der während der Arbeit selbst mit seiner Familie im Schloss wohnte und als Neubegründer der Freimaurer in

Tschechien gilt. Noch heute finden im Schloss Treffen der tschechischen Tempelritter statt. 

 

Die für denselben Tag geplante Besichtigung des Atommuseums Brdy musste aufgrund von organisatorischen Problemen auf tschechischer Seite leider kurzfristig abgesagt werden, kann aber bei entsprechender Nachfrage nachgeholt werden.

 

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