Exkursion 1000 Hektar ‚neuer‘ Böden - Vom Tagebau zum Seenland

Die letzte Veranstaltung der Akademie Ostbayern-Böhmen zum Jahresthema 2016 „Erde“ fand am 22.10.2016 in der Mitgliedsgemeinde  Wackersdorf statt.  

Bürgermeister Thomas Falter 

empfing die Gruppe der Exkursionsteilnehmer im Rathaus und informierte über die wichtigsten aktuellen Fakten zur Gemeinde Wackersdorf.  

 

 

In einer spannenden und eindrucksvollen Präsentation mit dem Thema „1000 Hektar ‚neuer‘ Böden - vom Tagebau zum Seenland“ vermittelte Dipl.-Geologe Peter Krach von Base Technologies ein umfassendes Bild von den frühen erdgeschichtlichen Vorgängen bis heute, durch die das Gebiet um Wackersdorf geprägt wurde. Die Entstehung der Braunkohlelagerstätten, deren Ausbeutung im Tagebau und die anschließenden 

Rekultivierungsmaßnahmen  wurden mit exzellenten Schaubildern und Fotos veranschaulicht. 

Eindrucksvoll die Zahlen, z.B. die Mengen der abgebauten Kohle, der umgeschichteten Erdmaterials und dessen Vermischung, das Fließverhalten des Grundwassers und die anschließende umweltgerechte und verträgliche Gestaltung der ehemaligen „Mondlandschaft“ zu dem, was wir heute ‚Oberpfälzer Seenland‘ nennen.  

 

Nach dem  Mittagessen im Gasthof "Glückauf" führte der Museumsleiter Josef Hartinger durch das Wackersdorfer Industrie- und Heimatmuseum. In detailgenau gestalteten Dioramen konnten wichtige Teilbereiche des ehemaligen Tagebaus bestaunt werden. Mit Bildern vom alten und neuen Wackersdorf zeigte Herr Hartinger, wie der Ort dem Braunkohlebergbau weichen und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden musste. 

 

Der Aufenthalt im Museum konnte verlängert werden. Der einsetzende starke Regen verhinderte nämlich den Gang zu drei Geländeaufrissen, an denen die im Vortrag von Herrn Krach bereits im Bild veranschaulichten geologischen Verhältnisse  'in natura‘ hätten besichtigt werden können. Die fundierten Informationen rückten bei den Teilnehmern wichtige, teilweise längst vergessene Aspekte der regionalen Geschichte wieder ins Bewusstsein, jedoch auch die großen Anstrengungen, die danach zur positiven Gestaltung des heutigen Lebensumfelds erforderlich waren. 

 

Die Presse berichtet: